Design Thinking

4. Design Thinking Phase: Ideen entwickeln

Ideen zu entwickeln ist für die meisten Menschen der Kern jeglicher Kreativität und auch des Design Thinking Prozesses (hier geht es zum Überblick über den Design Thinking Prozess) – für uns dagegen sind Ideen nur die Spitze des Eisbergs.

Denn: wenn das dahinter liegende Problem & die Bedürfnisse der Menschen verstanden wurden, kommen die wirkungsvollsten Lösungen oft von alleine. Deswegen gibt es Design Thinking, und nicht allein Brainstorming: Weil Kreativität in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss, damit die wirklich mächtigen Ideen zu langlebigen Lösungen und auch implementiert werden! Das passiert im Anschluss durch einen Zyklus aus Prototyping, Testen und Verbessern.

Siehe auch: Überblick über den Design Thinking Prozess | 1. Verstehen | 2. Empathie aufbauen | 3. Synthese | 4. Ideen entwickeln | 5. Prototyping | 6. Testen

Design Thinking Prozess Diagramm 6 Phasen

Vor jeglicher Methode zum Ideenfinden sollte eine Frage stehen. Diese kann in der Synthese-Phase definiert werden. Üblicherweise folgt die Ideenfindungs-Frage einem der Muster:

Wie können wir…
… die Bedürfnisse erfüllen?
… den Nutzer der Lösung glücklich machen?
… das Problem lösen?
… die ideale Problemlösung gestalten?

Kreativität: jongliere Möglichkeiten

Kreativität ist eine menschliche Kompetenz. Jedes Kind hat sie – viele Erwachsene haben sie verlernt. Sie haben dann Kreativitätsblockaden.

Wie kannst du dann deine Kreativität wieder aktivieren? Dafür schaffen wir zum Beispiel in Kreativitäts-Seminaren Raum, um die in jedem Menschen vorhandene Geistes- und Lebensenergie zum Fließen zu bringen. Dabei werden Kreativitätstechniken benutzt, um für das jeweilige Anliegen ein einen Rahmen zu bauen, indem die in den Menschen vorhandenen Ressourcen, Erfahrungen Ideen möglichst frei fließen können – sodass Lösungen für das Problem generiert werden. Dann gilt es, eine passende und erfolgsversprechende Lösung auszuwählen. Hierfür helfen klare Kriterien, was eine gute Lösung ausmacht.

Strategie: Reframing

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
Albert Einstein

Reframing bedeutet, den Rahmen zu verändern, sodass neue Denkweisen möglich werden.
Dafür unterscheiden wir 4 mögliche Strategien:

  1. Kontext-Reframing: wir übertragen das Problem in einen analogen Kontext.
  2. Perspektiven-Reframing: Wir ändern den Ort oder die Person, von der wir “durch den Rahmen gucken”.
  3. Frame-Stretching: die Rahmenbedingungen werden skaliert, um neue Möglichkeitsspielräume zu eröffnen.
  4. Level-Reframing: hier wechseln wir das Komplexitäts-Level und suchen dort nach Inspiration.

Die drei besten Methoden, um gute Ideen zu entwickeln:

  1. Bodystorming: Stell dir vor, die Lösung oder der Zustand der Lösung existiert bereits. Dann gehe in die dazugehörige Haltung: Wie interagierst du mit der Lösung? Was denkst du? Wie fühlst du dich? Was kannst du damit machen, was nicht? Aus diesem Wissen heraus: Was macht die Lösung aus? Wie muss sie aussehen, damit sie zu der gewünschten Reaktion führt?
  2. Kopfstand-Methode: 1. Stellt die Frage auf den Kopf: Wie können wir das Problem noch viel schlimmer machen? Was könnte uns vom Markt fegen? Wie zerstören wir jegliches Teamgefühl? 2. Sammelt Antworten auf diese Frage. 3. Clustert die Antworten. 4. Leitet daraus die positiven Erfolgsprinzipien ab!
  3. Spazierengehen: Ein entspannter Spaziergang durch den Park hilft oft viel mehr als ein weiteres angestrengtes Meeting. Denn wenn der Körper entspannt und der Geist keine Irritation durch den Rest der Gruppe erfährt, kann er frei über eine gute Lösung imaginieren!

Wo bleibt das Brainstorming? Okay, wer gerne brainstormen möchte: Hier kommen…

…die 5 besten Brainstorming-Techniken:

  1. Stilles Brainstorming, bei dem jeder Teilnehmer am Anfang 2 Minuten still Ideen sammelt ohne Austausch. Besonders wirkungsvoll, damit auch wirklich jeder mitdenkt und zu Wort kommen kann.
  2. Hot Potato: Jeder, der „die heiße Kartoffel hat“, muss eine Idee nennen, egal ob gut oder schlecht. Statt einer heißen Kartoffel nimmt man normalerweise einen Ball, oder noch besser: Alle bilden einen Halbkreis um das Whiteboard/Flipchart – wer am nächsten steht, schreibt eine Idee auf, dann wird rotiert.
  3. 6-3-5: 6 Teilnehmer schreiben 3 Ideen auf einen eigenen Zettel und geben diesen weiter. Die nächste Person schreibt 3 Ideen darunter. Insgesamt 5 Runden.
  4. Rückenwind: Jeder hat einen Block Post-Its in der Hand und alle gehen durch den Raum. Ideen werden notiert und auf den Rücken eines anderen geklebt. Auf diese Ideen können die anderen Teilnehmer aufbauen und weitere Ideen auf den Rücken verteilen. Am besten mit Musik!
  5. 3 x 3 Brainstorming: Ein oder mehrere Quadrate aus 9 Post-Its erlauben das freie Brainstorming im Raum oder über Online-Tools. Hier ein Beispiel-Video:
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Achtung: Gefahren beim Brainstorming

In herkömmlichen Meetings kann man selten gut brainstormen, denn…

  • …dominante Charaktere bestimmen den Ideenfluss. Das heißt weniger diverse Ideen.
  • …viele Menschen haben Scheu, ihre Gedanken laut auszusprechen oder Angst, etwas Falsches zu sagen.
  • …oft wird keine klare Fragestellung formuliert, sodass ganz verschiedene Probleme gelöst werden
  • …die Menschen sind gar nicht in der richtigen Stimmung. Es fehlen gruppendynamische Übungen oder es gibt Konflikte in der Gruppe.

Brainstorming-Regeln:

Das Team vereinbart aufgrund der Gefahren und für die Erhaltung des Design Thinking Mindsets folgende Regeln, meist zu Beginn des Brainstormings:

  • Ideen werden nicht bewertet.
  • Ermutige wilde Ideen
  • „Wir spinnen jetzt mal rum!“
  • Baue auf den Ideen der anderen auf.
  • Es gibt keine schlechten Ideen.
  • Leserlich schreiben und visualisieren.

Siehe auch: Überblick über den Design Thinking Prozess | 1. Verstehen | 2. Empathie aufbauen | 3. Synthese | 4. Ideen entwickeln | 5. Prototyping | 6. Testen

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Karl Hosang

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